Handwerkerleistungen und Beschäftigungen im Haushalt

Handwerkerleistungen

Kosten für Handwerker im eigenen Haushalt können bis zu einer Höhe von 6.000 €  im Jahr die persönliche Steuerlast verringern.

Zu den abziehbaren Aufwendungen gehören die Arbeitskosten, Fahrtkosten, Maschinenmieten, usw. Materialkosten sind jedoch ausgenommen.

Neubaukosten sind nicht begünstigt, wohl aber die nachträgliche Schaffung neuer Elemente wie Kachelofen, neuer Wände oder Gartenanlagen.

Übrigens gehören auch die Schornsteinfegerleistungen und Heizungswartungen dazu.

 

Haushaltsnahe Beschäftigung und haushaltsnahe Dienstleistungen

Für die Beschäftigung einer geringfügig angestellten Arbeitskraft (Minijob) im Haushalt können jährlich bis zu 2.550 € der daraus entstehende Kosten steuermindernd geltend gemacht werden.

Dies gilt für Tätigkeiten, die normalerweise von Haushaltsmitgliedern erledigt werden, wie das Kochen, Reinigen, Waschen, Gartenarbeit, usw.

Für Angestellte im Haushalt, die über den Minijobgrenzen liegen, sowie für Dienstleistungen im Haushalt, die von Unternehmen erbracht werden, sind weitere 20.000 € begünstigt.  Hierzu zählen auch Aufwendungen für Pflege und Betreuungsleistungen sowie solche Heimunterbringungskosten, die anteilig für Dienstleistungen anfallen, die üblicherweise im Haushalt erbracht werden und keine Handwerkerleistungen sind.

 

Weitere Voraussetzungen

Zum einem Haushalt zählen auch der Garten und die eigene Ferienwohnung. Über die Zurechnung öffentlicher Flächen vor dem eigenen Grundstück, z.B. wegen einer Räum- und Streupflicht, die man von Unternehmen oder durch die Gemeinde selbst entgeltlich erfüllen lässt, wird derzeit vor den Gerichten noch gestritten.

Die genannten Kosten können nur dann geltend gemacht werden, wenn für eine Dienstleistung die Rechnung des Unternehmers vorliegt UND diese durch Zahlung auf dessen Konto beglichen wird, bzw. wenn es sich um Kosten für regulär angemeldete Angestellte handelt.

Die entsprechenden Höchstbeträge können je Haushalt nur einmal je Kalenderjahr genutzt werden, auch wenn mehrere ledige Personen in einem Haushalt leben.

Auch Mitglieder von Eigentümergemeinschaften und Mieter können die Kosten geltend machen, wenn der von ihnen getragene Anteil aus der Gemeinschafts- bzw. Nebenkostenabrechnung ersichtlich ist und die übrigen genannten Voraussetzungen erfüllt wurden.

 

Ihr Helge Heibült