Änderungen bei den Mini- und Midijobs ab 01.01.2013

Anhebung der Verdienstgrenzen

Minijobber sollen ab dem 1.1.2013 mehr verdienen können. Dafür wird die Geringfügigkeitsgrenze von 400 € auf 450 € angehoben.

Außerdem gilt für Neubeschäftigungen ab dem 1.1.2013 eine grundsätzliche Rentenversicherungspflicht. Damit sollen Minijobber besser sozial abgesichert werden. 
Hierfür haben Minijobber den pauschalen Rentenversicherungsbeitrag des Arbeitgebers von 15 % bis zum allgemeinen Beitragssatz der gesetzlichen Rentenversicherung von im Jahr 2013 18,9 % aufzustocken. Der Arbeitnehmer trägt also 3,9 %-Punkte selbst.

Der geringfügig Beschäftigte kann sich allerdings – wie früher generell der Fall – auch von der Rentenversicherungspflicht befreien lassen. Hierfür muss er bei seinem Arbeitgeber einen entsprechenden Antrag stellen.

Übergangsregelung für bestehende Minijobs

Für bereits früher bestehende Minijobs ändert sich zunächst nichts.

Bis zum 31.12.2014 soll eine Übergangsregelung gelten, die den Beschäftigten in diesen Jobs einen Bestandsschutz gewährt, so dass insoweit weiter die Höchstgrenze von 400 € gilt.

Diese Beschäftigten können ausserdem nach wie vor die Rentenversicherungspflicht für den Minijob beantragen. Sofern sie diese allerding schon früher beansprucht haben, besteht keine Möglichkeit mehr, wieder zurück zu Versicherungsfreiheit zu wechseln.

Übergangsregelung für bestehende Jobs zwischen 400 und 450 €

Auch für sozialversicherungspflichtig Beschäftigte im Bereich zwischen 400 und 450 € ändert sich zunächst nichts. Auch hier gilt eine Übergangsfrist bis zum 31.12.2014.

In dieser Zeit bleibt die Versicherungspflicht in allen Zweigen der Sozialversicherung bestehen.

Allerdings kann sich der Beschäftigte von der Kranken- und Arbeitslosenversicherung befreien lassen, jedoch nicht von der Rentenversicherung. Die Anträge müssen bis zum 01.04.2013 gestellt werden und gelten dann rückwirkend ab dem 01.01.2013, sofern in der Zeit noch keine Leistung aus der Versicherung erfolgt ist. Spätere Anträge gelten erst ab dem Folgemonat.

Midijobs

Analog zu der Anhebung der Verdienstgrenze bei der geringfügigen Beschäftigung wurde der Bereich der sogenannten Gleitzone angehoben, so dass dieser zukünftig für monatliche Verdienste über 450 € und bis 850 € gilt. Der Begriff der Gleitzone leitet sich dabei aus dem Prinzip ab, dass der Beschäftigte mit steigendem Verdienst zwischen 450 € und 850 € gleitend mehr von den Sozialversicherungsbeiträgen selbst tragen muss.

 

Ihr Helge Heibült