Steuererklärungen – nicht nur Pflicht sondern auch Kür!

Steuererklärungen, Steueranmeldungen, Anträge

Nicht nur Unternehmen haben regelmäßig mit der Finanzverwaltung zu tun, weil sie monatlich ihre Lohnsteuer und Umsatzsteuer anmelden und jährlich weitere Steuererklärungen abgeben müssen. Auch Privatleute können z.B. wegen ihrer Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung, Kapitaleinkünfte oder Renten dazu verpflichtet sein, jedes Jahr eine Einkommensteuererklärung abzugeben.

Und nicht zuletzt gibt es noch all diejenigen, die zwar grundsätzlich nicht zur Erklärung verpflichtet sind, weil sie z.B. lediglich einer angestellten Tätigkeit nachgehen, für die es sich aber bei entsprechend hohen Werbungskosten lohnt, eine sogenannte Antragsveranlagung durchzuführen.

Pflichtveranlagung und Antragsveranlagung für Angestellte

Da der Arbeitnehmer bereits im laufenden Jahr Lohnsteuer von seinen Arbeitslohn zu bezahlen hat, die der Arbeitgeber für ihn an das Finanzamt abführt, ist er regelmäßig nicht dazu verpflichtet, eine Einkommensteuererklärung abzugeben.

Kommen jedoch weitere Faktoren hinzu, wie z.B. die Steuerklassenwahl III und V bei doppelt verdienenden Ehegatten, Lohnersatzleistungen, Elterngeld, weitere Einkünfte aus anderen Bereichen,… , dann lebt die Verpflichtung zur Abgabe wieder auf.

Liegt keine Erklärungspflicht vor, sollte gleichwohl geprüft werden, ob aufgrund eigener, für die Arbeit entstandener Kosten oder aber auch wegen weiterer Steuervorteile ein Antrag auf Veranlagung sinnvoll sein könnte.

Gründe für Antragsveranlagung

Mögliche Gründe für einen solchen Antrag könnten folgende (und weitere) Sachverhalte sein:

·       Tätigkeiten an wechselnden Orten (z.B. Baustellen) oder auf Fahrzeugen

·       Lange Arbeitswege (ab 15 km Entfernung zur Arbeit)

·       Entschädigungen / Vergütungen für mehrjährige Tätigkeit durch den Arbeitgeber

·       Beruflich bedingte Umzüge

·       Handwerkerleistungen für Reparaturen / Instandhaltungen im Privathaushalt

·       Haushaltsnahe Dienstleistungen / Gartendienstleistungen

·       Spenden / Beiträge, Krankheitskosten, amtlich festgestellter Grad der Behinderung

Beratung nutzen – Fehler vermeiden

Lassen Sie sich im Zweifelsfall fachlich beraten, und nutzen Sie so die Erfahrung des Steuerberaters. Denn er weiß nicht nur, an welchen Stellen noch Vorteile für Sie stecken, er kann Ihre Interessen auch bei strittiger Rechtslage gegenüber der Finanzverwaltung vertreten und wahren.

 

Ihr Helge Heibült